Vorschau 2015: Top Independent Filme in 2015 (Teil 1)

Bild aus Bild aus "Ex Machina" - © Universal Pictures

In unserer großen Vorschau der Independent Filmhighlights 2015, möchten wir euch kommende Independent Filme vorstellen, auf die wir uns besonders freuen und welche auch ihr nicht verpassen solltet. Für viele der Independent Produktionen, gibt es leider noch keinen deutschen Starttermin.

Dies ist Teil 1 der Vorschau. Weitere Tipps folgen in Kürze.

James White

Regie: Josh Mond
Schauspieler: Christopher Abbott, David Call, Adriana DeGirolami
Starttermin: unbekannt, Premiere auf dem Sundance

Das bewegende Drama um einen jungen New Yorker, welcher im Hinblick auf den Tod seines Vaters und der tödlichen Krankheit seiner Mutter versuchen muß, sein rücksichtsloses und selbstzerstörerisches Leben in den Griff zu kriegen, wurde auf dem Sundance Filmfestival mit dem “Next Audience Award” ausgezeichnet. Auch die ersten Kritiken loben den Film überschwenglich.

The End of the Tour

Regie: James Ponsoldt
Schauspieler: Jason Segel, Anna Chlumsky, Jesse Eisenberg
Starttermin: unbekannt, Premiere auf dem Sundance

Jesse Eisenberg spielt den Rolling Stone Journalisten David Lipsky, der den bekannten Autor David Foster Wallace (gespielt von Jason Segel) für ein Interview über drei Tage begleitet. Regie führte James Ponsoldt, einer der derzeit vielversprechensten amerikanischen Regisseure. Sein letzter Film “The Spectacular Now” war großartig. Bei seinem neuen Film wird es nicht anders sein.

Into the Forest

Regie: Patricia Rozema
Schauspieler: Evan Rachel Wood, Ellen Page, Max Minghella
Starttermin: unbekannt

Verfilmt wird der gleichnamige Roman der Autorin Jean Hegland. In diesem geht es um die liebevolle Beziehung zweier Schwestern (Evan Rachel Wood, Ellen Page), welche vor dem Hintergrund einer Apokalypse um ihr Überleben kämpfen. Der wunderschön geschriebene und tiefgründige Roman ist weit entfernt von effektheischenden Geschichten à la Walking Dead und ist zudem eines der besten Bücher, welches ich in den letzten Jahren gelesen habe. Mit Ellen Page und Evan Rachel Wood in den Hauptrollen sollte auch in der Verfilmung nichts schiefgehen.

Ex Machina

Regie: Alex Garland
Schauspieler: Domhnall Gleeson, Alicia Vikander, Oscar Isaac
Starttermin: 23 April 2015

Alex Garland, bekannt für das Buch bzw. Drehbuch von “The Beach” und “28 Days Later”, gibt mit “Ex Machina” sein Regiedebüt. Das Thema des Films “Künstliche Intelligenz und Humanismus” ist nicht neu, aber ein aktuelles Rottentomatoes Rating von 94% lässt Großes erwarten.

Freeheld

Regie: Peter Sollett
Schauspieler: Julianne Moore, Ellen Page, Luke Grimes, Steve Carell
Starttermin: unbekannt

Freeheld erzählt die wahre Geschichte der Polizistin Laurel Hester, welche nach etlichen Dienstjahren an unheilbarem Krebs erkrankt. Zusammen mit ihrer Lebengefährtin Stacie Andrew kämpft sie um den Erhalt von Pensionszahlungen, welche nach ihrem Tod dem Lebenspartner zustehen. Alles deutet daraufhin, dass Freeheld mit Julianne Moore und Ellen Page in den Hauptrollen, ein eindrucksvolles und bewegendes Statement für Gleichberechtigung und gegen jegliche Diskriminierung von homosexuellen Partnerschaften wird.

That’s What I’m Talking About

Regie: Richard Linklater
Schauspieler: Ryan Guzman, Zoey Deutch, Tyler Hoechlin
Starttermin: unbekannt

Der genaue Plot des Films ist noch unbekannt. Der Titel des Films stammt aus einer Dialogzeile von Richard Linklater’s kultverdächtigen Coming-Age Films “Dazed and Confused”. Nach eigener Aussage von Richard Linklater ist “That’s What I’m Talking About” eine Art Weiterführung seines letzten Films “Boyhood”, da der Film dort beginnt, wo Boyhood aufhörte: Ein junger Kerl trifft am ersten College-Tag auf seine Zimmergenossen und ein Mädchen.

Ein Hologramm für den König

Regie: Tom Tykwer
Schauspieler: Tom Hanks, Tom Skeritt, Sarita Choudhury
Starttermin: unbekannt (vermutlich Ende 2015)

Ein Hologramm für den König ist der neue Film von Tom Tykwer und alleine deshalb schon ein Grund zur Vorfreude. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers mit dem dieser einen “National Book Award” gewonnen hat. In der Story geht es um einen gescheiterten Geschäftsmann (gespielt von Tom Hanks), der mit seiner Geschäftsidee versucht, in Saudi-Arabien wieder Fuß zu fassen. Der Film soll auf vielschichtige aber auch komische Weise beschreiben, welche Auswirkungen eine globalisierte Wirtschaft auf die Menschen hat.

Me and Earl and the Dying Girl

Regie: Alfonso Gomez-Rejon
Schauspieler: Jon Bernthal, Thomas Mann, Olivia Cooke, Nick Offerman
Starttermin: unbekannt, Premiere auf dem Sundance

Der Film handelt von einem jungen Filmemacher, der sich mit einer krebskranken Mitschülerin anfreundet. Trotz des bedrückenden Themas sollte sich der Zuschauer, ähnlich wie bei “Das Schicksal ist ein mieser Verräter”, auf ein lebensfrohes, mitunter auch witziges Drama einstellen. Der Film hat den Publikumspreis des letzten Sundance Filmfestival gewonnen. Dies ist in der Regel ein untrügliches Zeichen für einen großartigen, überaus unterhaltsamen Film. Bleibt zu hoffen, dass der Film, aufgrund seiner eher unbekannten Schauspieler, auch einen deutschen Verleiher findet.

Am grünen Rand der Welt

Regie: Thomas Vinterberg
Schauspieler: Carey Mulligan, Tom Sturridge, Matthias Schoenaerts, Michael Sheen
Starttermin: 9 Juli 2015

Der neue Film des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg basiert auf einem Roman von Thomas Hardy. Der Film spielt im England des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die intelligente und willenstarke Bathsheba Everdene (Carey Mulligan), welche selbständig die Führung der Farm ihres verstorbenen Großvaters übernimmt und es mit drei Verehrern zu tun bekommt, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Als großer Fan von Carey Mulligan ist der Film für mich ein Muß.

Every Thing Will Be Fine

Regie: Wim Wenders
Schauspieler: Rachel McAdams, James Franco, Charlotte Gainsbourg
Starttermin: 2 April 2015, Premiere auf der Berlinale

Wim Wenders ist einer der international angesehensten deutschen Regisseure. Bei seinem neuen Film spielt James Franco einen Schriftsteller, welcher nach einem Streit mit seiner Freundin aus Versehen ein Kind anfährt und tötet. Die großartige Charlotte Gainsbourg spielt die Mutter des getöteten Kindes. Die Rezeption des Films auf der Berlinale war eher gemischt. Grund genug sich ein einiges Urteil zu bilden.

Nasty Baby

Regie: Sebastián Silva
Schauspieler: Kristen Wiig, Alia Shawkat, Mark Margolis
Starttermin: unbekannt, gezeigt auf dem Sundance Filmfestival und der Berlinale

“Nasty Baby” hat auf seiner Premiere beim Sundance Filmfest unter den Zuschauern, durch seinen kontroversen Twist im letzten Drittel des Films, ein zwiegespaltenes Publikum hinterlassen. Vordergründig geht es um ein homosexuelles Paar, welches mit Hilfe der besten Freundin ein Baby bekommen will. Im Kern der Geschichte geht es aber um ziemlich aufwühlende, moralische Fragen. Das klingt nach spannendem, unkonventionellem Independent Kino.

Den zweiten Teil der Independent Vorschau 2015 könnt ihr hier nachlesen.