Filmkritik zu THE GREEN HORNET

Kein Geringerer als der bekannte französische Film- und Musikvideoregisseur Michel Gondry wagte sich an das Drehbuch zum Film „The Green Hornet“, der am 13. Januar in den deutschen Kinos an den Start ging. Basierend auf einer berühmten Radioserie aus den 30er Jahren, verspricht der Film spannende und kurzweilige zwei Stunden. Zudem wurden wurden einige Top-Schauspieler verpflichtet, um das 3D-Spektakel in Szene zu setzen.

Der sympathische Partylöwe und Tagedieb Britt Reid (Seth Rogen) verbringt sein Leben mit den üblichen Banalitäten in der Upper-Class. Zu einem Sinneswandel kommt es, als sein dominanter Vater, der einem erfolgreichen Zeitungsverlag vorsteht, unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Ein Mitarbeiter des Verlags, gespielt von Jay Chou, gewinnt sein Vertrauen und beide beschließen dem Verbrechen und der um sich greifenden Korruption den Kampf anzusagen. Als hilfreich erweist sich das handwerkliche Geschick Katos, der nicht nur ein gut bestücktes Waffenarsenal liefert, sondern auch mit einem Superauto, „Black Beauty“ alle Register zieht.

Britt Reid tritt in die Fußspuren seines verstorbenen Vaters und übernimmt die Mediengeschäfte, während er nachts zur grünen Hornisse wird. Mit Kato und der Unterstützung seiner neu eingestellten Sekretärin Lenore Case (Cameron Diaz), zieht die Hornisse durch die Straßen von Los Angeles. Doch recht bald stößt Reid an seine Grenzen, denn ihm entgegen stellt sich ein übler Zeitgenosse – der stadtbekannte Benjamin Chudnofsky, der von keinem Geringerem als dem Oscar-Preisträger Christoph Waltz gespielt wird. Schnell entwickeln sich actiongeladene Kampfszenen, die zum Teil an die legendären Bruce Lee Filme erinnern.

Michel Gondry bedient sich an allem, was zum Konzept einer Action-Komödie der Neuzeit gehört: 3D-Technologie, aufwendige Stunts und Gadgets vom Feinsten. Gondry gelingt es immer wieder, den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen, um sie aus der Vielfalt anderer Comicfiguren heraus zu holen. Gondrys’ filmische Umsetzungen gerät zu einer Gratwanderungen, die aber letztendlich zu einem akzeptablen Ergebnis führt.

Diejenige, die von „The Green Hornet“ ein Superheldenabenteuer erwarten, werden jedoch im Verlauf des Films enttäuscht. Die 3D-Effekte tragen nicht zur Qualität bei und erscheinen stellenweise sogar störend und auch der Auftritt des sonst für Rollen dieser Art prädestinierte Christoph Waltz wirkt eher unsicher und deplatziert. Vielfach bleiben Handlung und die mit Spannung erwarteten Effekte hinter den Erwartungen zurück. Nicht zu den filmischen Glanzpunkten zählt zudem die doch sehr simpel gestrickte Geschichte.

Dennoch: die filmische Umsetzung von Gondry stimmt am Ende den Zuschauer doch noch versöhnlich. Ein Vergleich zu den Top-Filmen des Genres wie Batman oder Spiderman braucht aber es gar nicht erst angestellt zu werden, denn hier würde “The Green Hornet” gnadenlos untergehen.