Filmkritik zu Honeymoon – Fantasy Filmfest 2014

Honeymoon official movie poster © Honeymoon official movie poster

HONEYMOON ist der Debütfilm der Regisseurin Leigh Janiak und wurde bereits auf einigen Filmfestivals sehr positiv aufgenommen.

Die Ausgangslage dieser Independent Horrorproduktion ist klassisch. Bea (Rose Leslie) und Paul (Harry Treadaway ) haben kürzlich geheiratet und verbringen ihre Flitterwochen in einer abgelegenen Holzhütte auf einem idylischen Seegrundstück. Der Trip verwandelt sich zunehmend in einen Alptraum als Paul seine Frau Bea mitten in der Nacht desorientiert im Wald auffindet. Von da an ist Bea nicht mehr diesselbe und Paul versucht dem Rätsel ihrer Verwandlung auf die Spur zu kommen.

Die Story (“Paar in einer einsamen Hütte”) ist nicht sonderlich orginell, wird aber durch eine subtile und erfrischende Umsetzung wett gemacht. HONEYMOON spielt mit bekannten Horrorklischees ähnlicher Filmen ohne dabei den zahlreichen vorhandenen Horror-Sterotypen zu erliegen. HONEYMOON ist weit vielschichtiger als zahlreiche andere Horrorfilme und entfaltet eine beängstigende Stimmung auf psychologischer Ebene ohne dabei auf viel Grausamkeiten und Splattereffekte zu setzen. Gerade dies macht den Film wirklich gruselig. Hinzu kommen glaubwürdige Dialoge und mit Rose Leslie (bekannt aus Game of Thrones) und Harry Treadaway zwei exzellente Schauspieler die weit über dem Niveau vieler anderer Horrorproduktionen spielen.

HONEYMOON setzt auf unspektakulären, sich langsam entfaltenden psychologischen Horror und bietet zahlreichen Ebenen und Subtexte die den Film sehenswert machen. Einige Handlungsstränge hatten jedoch noch weiter ausgeführt werden können und das Ende ist dann doch etwas konventionell geraten. Nichtsdestotrotz ist der Debütfilm von Leigh Janiak eine gelungene und vor allem erfrischende Abwechslung zu dem bekannten Splatter-Allerlei. Ich bin gespannt auf ihre nächsten Filme.


Bewertung: 3 von 5 Sternen3


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